Die Bundesregierung macht Russland für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul erklärten, die vorliegenden Hinweise führten zu russischen Geheimdiensten.
Der Drohnenangriff hatte sich Anfang August ereignet. In der Nacht zum 5. August waren Polizeibeamte am Flughafen im Einsatz und suchten nach Spuren des Vorfalls. Nach Einschätzung der Bundesregierung ging die Drohne mit hoher Wahrscheinlichkeit von Russland aus.
Mit der öffentlichen Einordnung macht Deutschland Moskau offiziell für den Angriff verantwortlich. Der Vorfall blieb zwar weitgehend erfolglos, hätte nach dem vorliegenden Kommentar jedoch Menschen töten und erhebliche Zerstörungen verursachen können.
Die Bundesregierung kündigte zugleich Maßnahmen gegen Russland an. Das Generalkonsulat in Bonn soll geschlossen werden. Außerdem soll der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gekündigt werden.
Der Beitrag bewertet die deutsche Reaktion als klare Antwort auf einen mutmaßlich russischen Angriff. Er ordnet den Vorfall in einen hybriden Krieg des Kremls gegen Deutschland ein. Diese Einschätzung gehört zur politischen Bewertung des Kommentars; als offiziell mitgeteilte Fakten gelten die Hinweise auf russische Geheimdienste und die angekündigten Maßnahmen.