Eine Liste mit den Namen von 471 ausreisepflichtigen Menschen sorgt für Kritik an den zuständigen Behörden in Köln. Die Unterlagen sollen 21 eng bedruckte A4-Seiten umfassen und bei der Zentralen Ausländerbehörde in Coesfeld geführt worden sein.
Nach Darstellung der BILD handelt es sich um Menschen aus Westbalkan-Staaten, die Deutschland trotz bestehender Ausreisepflicht bislang nicht verlassen haben. Unter ihnen sollen sich auch Personen befinden, denen schwere Straftaten wie Seriendelikte, Vergewaltigungen oder Gewalttaten vorgeworfen werden.
Der Bericht wirft der Stadt Köln vor, die Betroffenen nicht ausgewiesen, sondern stattdessen „integrieren“ zu wollen. Die Listen seien offenbar verschwunden. Wie es dazu kam, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.
Die BILD gibt an, die streng vertraulichen Unterlagen ausgewertet zu haben. Weitere Informationen zu den einzelnen Straftaten, zur möglichen Rolle eines berüchtigten Clans und zu Konsequenzen für Verantwortliche in der Behörde kündigt das Blatt in einem exklusiven Bericht an.