Dänemark führt eine Altersgrenze für Männer bei Fruchtbarkeitsbehandlungen ein. Männer über 55 Jahren haben im öffentlichen Gesundheitswesen künftig keinen Anspruch mehr auf eine solche Behandlung. Die Regelung soll im Januar in Kraft treten.
Die zuständige Behörde begründet die Änderung mit Forschungsergebnissen. Diese wiesen auf einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen sowie gesundheitliche Herausforderungen für das Kind hin.
Betroffene Männer können sich nach Angaben der dänischen Behörden weiterhin im privaten Gesundheitswesen behandeln lassen. Die neue Vorgabe betrifft damit den Anspruch auf Leistungen im öffentlichen Gesundheitssystem.
Dänemark gehört mit der Regelung zu den ersten Ländern weltweit, die eine Altersgrenze für Männer bei Fruchtbarkeitsbehandlungen festlegen. Bislang gab es in dem skandinavischen Land eine solche Grenze nur für Frauen. Sie müssen ihre Behandlung spätestens im Alter von 40 Jahren beginnen und vor ihrem 46. Geburtstag abschließen.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist weltweit jeder sechste Mensch von Unfruchtbarkeit betroffen. In Dänemark kommt dem Artikel zufolge jedes neunte Kind mithilfe einer Fruchtbarkeitsbehandlung zur Welt.
Bei künstlichen Befruchtungen werden spezielle Techniken eingesetzt, die die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen sollen. Zugleich liegen laut dem Bericht nur wenige Daten dazu vor, wie gut diese Verfahren funktionieren.