Werder Bremen hat seine Transferplanung erneut nicht rechtzeitig abgeschlossen. Ein BILD-Kommentar kritisiert, dass der Klub damit die Saisonvorbereitung und den Kampf um den Bundesliga-Erhalt erschwert habe.
Manager Clemens Fritz und Profi-Chef Peter Niemeyer hatten sich dem Beitrag zufolge vorgenommen, den Kader so früh wie möglich fertigzustellen. Dieses Ziel wurde jedoch deutlich verfehlt. Die als Soforthilfen eingeplanten Dinkci, Füllkrug, Regeer und Arthur unterschrieben demnach erst nach dem Ende der Vorbereitung.
Gleichzeitig standen Werder im laufenden Geschäftsjahr laut dem Kommentar Transfer-Einnahmen von knapp 30 Millionen Euro zur Verfügung. Trotzdem seien keine festen Verpflichtungen von Top-Spielern gelungen. Stattdessen holte Bremen erneut fünf Spieler auf Leihbasis. Einen klar erkennbaren Transferplan habe es in den vergangenen Wochen nicht gegeben.
Besonders kritisch bewertet der Beitrag die Planung für die Defensive. Zunächst habe Werder nach einem Rechtsverteidiger gesucht, später nach einem Spieler für die linke Seite. Entgegen früheren Aussagen verpflichtete der Klub schließlich zwei Außenspieler.
Auch der Ausfall von Stage sorgt laut der Einschätzung für Probleme. Für den verletzungsbedingten Ausfall sei kein Ersatz mit vergleichbarer Torgefahr verpflichtet worden. Zudem stelle sich nach den Abgängen von Schmid und Mbangula die Frage, wer künftig für kreative Impulse sorgen soll.
Die aktuelle Mannschaft wird in dem BILD-Kommentar als nicht bundesligatauglich bewertet. Als Beleg wird die 1:4-Niederlage in Freiburg angeführt. Sollten die Neuzugänge nicht sofort einschlagen, drohe Werder der dritte Abstieg der Vereinsgeschichte.
Der Beitrag ist als Kommentar verfasst und gibt daher eine wertende Einschätzung der Transferphase und der sportlichen Lage bei Werder Bremen wieder.