Die finanzielle Lage der Pflegeversicherung verschärft sich wegen steigender Ausgaben. Nach Angaben des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen hat sich bereits in der ersten Hälfte des Jahres ein Defizit von 770 Millionen Euro angesammelt.
Damit reichen die Einnahmen voraussichtlich ab Oktober nicht mehr aus, um die Pflegeleistungen vollständig zu finanzieren.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen teilte mit, dass die Ausgabenentwicklung die Finanznot der Pflegeversicherung weiter verschärft.
Wie groß die Finanzierungslücke ab Oktober genau ausfallen wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Fest steht nach den Angaben des Verbands, dass die Pflegeversicherung bereits im ersten Halbjahr ein Minus verzeichnete und im weiteren Jahresverlauf mit einer unzureichenden Finanzierung der Leistungen gerechnet wird.