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Tsitsipas über Kyrgios-Dopingfall: „Ich wusste schon vorher davon“

Stefanos Tsitsipas hat erklärt, dass ihn der positive Kokaintest von Nick Kyrgios nicht überrascht habe. Er habe bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe von dem Fall gewusst, sagte der Grieche nach seinem Sieg bei den US Open.

Tsitsipas setzte sich in New York in der zweiten Runde überraschend gegen den Franzosen Arthur Fils durch. Gegen die Nummer elf der Welt gewann der auf Position 53 geführte Grieche mit 4:6, 7:6, 6:1 und 6:4. In der nächsten Runde trifft er auf den Südafrikaner Lloyd Harris.

Im Mittelpunkt stand anschließend jedoch vor allem seine Einschätzung zum Fall Kyrgios. Der Australier war während des Rasenturniers auf Mallorca am 22. Juni positiv auf Benzoylecgonin getestet worden. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt von Kokain. Dem Wimbledon-Finalisten von 2022 droht laut dem Bericht eine Sperre von bis zu vier Jahren.

„Um ehrlich zu sein: Ich wusste schon bevor es rauskam davon“, sagte Tsitsipas. Als er die Nachricht in den sozialen Medien gesehen habe, habe er gedacht: „Na, jetzt geht’s los!“ Zugleich erklärte er, ihn habe überrascht, dass der Fall erst so spät öffentlich geworden sei.

Tsitsipas begründete seine offene Haltung damit, dass er niemanden decken wolle, wenn er die Wahrheit kenne. Von den entsprechenden Verhaltensweisen habe er persönlich auf der Tour erfahren, zudem hätten ihm Menschen aus Kyrgios’ Umfeld davon erzählt. Beide Spieler hatten in der Vergangenheit auch gemeinsam Doppel gespielt.

Kyrgios selbst erklärte seinen Kokainkonsum mit der mentalen und körperlichen Belastung der vergangenen Jahre. Seine Verletzungen hätten ihn stark belastet. Sein Körper sei nicht mehr in der Lage gewesen, das zu leisten, was sein Kopf von ihm verlangt habe. Sich dem möglichen Ende seiner Karriere zu stellen, sei schwieriger gewesen, als er gedacht habe.

„Ich habe einen riesigen Fehler gemacht und nehme die gesamte Verantwortung auf mich“, erklärte Kyrgios. Sein bislang letztes Match bestritt er am 22. Juni auf Mallorca. Dort verlor er in der ersten Runde gegen seinen australischen Landsmann Adam Walton.

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