Islands Ministerpräsidentin Frostadóttir will die Gespräche über einen Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union nach dem gescheiterten Referendum nicht wieder aufnehmen.
Das bekräftigte die Regierungschefin in Reykjavík nach dem „Nein“-Votum. Damit zieht sie eine Konsequenz aus der Niederlage bei der Abstimmung.
Gleichzeitig kündigte Frostadóttir an, die Handelsbeziehungen zwischen Island und der Europäischen Union stärken zu wollen.
Die Ministerpräsidentin hatte sich vor dem Referendum für eine Annäherung an die EU eingesetzt. Sie bezeichnete die Abstimmung als „historische Chance“ für Island.
Nach dem Votum soll der geplante EU-Beitrittsprozess nun jedoch nicht wieder aufgenommen werden. Weitere Einzelheiten zum Ausgang der Abstimmung wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.