Krämpfe zwingen Patrick Lange auf Hawaii zur Aufgabe

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Patrick Lange hat den Ironman auf Hawaii wegen starker Krämpfe vorzeitig beendet. Der deutsche Triathlet musste auf der Radstrecke aussteigen und verpasste damit die Chance auf seinen vierten Triumph bei dem Rennen.

Lange war zunächst stark geschwommen. Nach den 3,86 Kilometern lag er jedoch auf dem Rad zunehmend zurück. Nach rund 65 Kilometern hielt er erstmals am Straßenrand an und fasste sich an den linken hinteren Oberschenkel. Nach einer längeren Beratung mit seinem Trainer Ben Reszel setzte er das Rennen zunächst fort.

Der unfreiwillige Stopp hatte Lange bereits weit zurückgeworfen. Nach 96 der insgesamt 180,2 Radkilometer war schließlich endgültig Schluss. Bei der Wende in Hawi konnte der 39-Jährige wegen der anhaltenden Krämpfe nicht weiterfahren.

„Es ist eines der härtesten Did not Finishs in meinem Leben“, sagte Lange im ZDF. Die Krämpfe hätten nicht mehr aufgehört und seien trotz großer Mengen Wasser und Elektrolyten immer schlimmer geworden. Unter diesen Umständen sei es für ihn unvorstellbar gewesen, anschließend noch einen Marathon über 42,195 Kilometer zu laufen. Die Aufgabe sei daher die richtige Entscheidung gewesen.

Für Lange war es der siebte Start auf Hawaii und der zweite vorzeitige Ausstieg nach 2019. Nur wenige Stunden nach seinem Ausscheiden half er als Volunteer an der Strecke und verteilte Flaschen an die Teilnehmer.

Ähnliche Probleme hatte Lange nach eigenen Angaben bereits bei seiner Aufgabe im April beim Ironman Texas. Woran die Krämpfe liegen, wisse er nicht. Auf Hawaii hatte er zuvor 2017, 2018 und 2024 gewonnen. Mit einem vierten Sieg hätte er zum alleinigen deutschen Rekordhalter vor Jan Frodeno aufsteigen können.

Stattdessen endete Langes WM-Karriere mit einer Enttäuschung. Im Juli hatte er bereits sein Karriereende angekündigt. Sein endgültig letztes Rennen soll im kommenden Juli bei der Challenge Roth stattfinden.

Den Sieg auf Hawaii holte sich der Franzose Vincent Luis vor dem Norweger Gustav Iden und dem US-Amerikaner Matthew Marquardt. Laura Philipp gewann die Silbermedaille und komplettierte damit ihren Medaillensatz.

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