Mit Blick auf die Haushaltsplanung der Bundesregierung fordert Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Zander umfassende Reformen der Staatsfinanzen. Nach seiner Einschätzung muss der Staat in sämtlichen Bereichen Einsparpotenziale nutzen, statt sich auf einzelne Haushaltsposten zu konzentrieren.
Im Deutschlandfunk nannte Zander mehrere mögliche Ansatzpunkte. Dazu zählen das Wachstum der Stellen im öffentlichen Dienst, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen sowie Subventionen, etwa für Diesel und Dienstwagen.
„In allen Bereichen muss gespart werden“, sagte Zander. Es reiche nicht aus, nur einen einzelnen Posten anzugehen. Dadurch bleibe das grundsätzliche Problem der Staatsfinanzen ungelöst.
Zander verwies zugleich auf erste positive Entwicklungen, die durch das Sondervermögen des Bundes entstanden seien. Das damit verbundene Wirtschaftswachstum sei jedoch schuldengetrieben. Deshalb komme es darauf an, die staatlichen Strukturen grundsätzlich zu verändern, forderte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Arbeitgeberverbände in der Metall- und Elektro-Industrie.
Besonders kritisch äußerte sich Zander zu den steigenden Sozialversicherungsbeiträgen. Diese belasteten Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowohl in der Wirtschaft als auch im öffentlichen Dienst.
Nach seiner Darstellung werden zudem zahlreiche versicherungsfremde Leistungen über Sozialbeiträge finanziert. Als Beispiel nannte er die Grundsicherung. Solche Leistungen sollten seiner Ansicht nach nicht aus den Beiträgen, sondern aus Steuermitteln bezahlt werden.
Eine Reform in diesem Bereich könnte die Sozialversicherungsbeiträge entlasten, sagte Zander. Der Bundesfinanzminister dürfe eine solche Entlastung allerdings nicht über neue Schulden finanzieren. Er müsse die nötigen Mittel durch Einsparungen erreichen.
Der Deutschlandfunk berichtete über die Forderungen am 8. September 2026. Die Äußerungen fielen im Zusammenhang mit den Haushaltsplanungen der Bundesregierung.