Die Polizei hat den wegen mutmaßlicher Sabotage an Stromanlagen gesuchten Daniel Viehmann festgenommen. Nach Angaben der Polizei gegenüber BILD erfolgte der Zugriff am Dienstag in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen. Der 48-Jährige habe keinen Widerstand geleistet.
Den Angaben zufolge war Viehmann bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. Anschließend habe er versucht, zu Fuß zu fliehen. Die Einsatzkräfte konnten ihn jedoch festnehmen.
Bei dem Tatverdächtigen fanden die Polizisten weitere Sprengmittel. In unmittelbarer Nähe entdeckten sie außerdem ein im Unterholz verstecktes Zelt. Nach Angaben der Ermittler war es mit weiteren Sprengvorrichtungen versehen. Spezialisten des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen untersuchen die sichergestellten Gegenstände.
Gegen Viehmann liegt ein Haftbefehl vor. Weil sich der erste mutmaßliche Anschlag auf das Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg ereignet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Cottbus die Ermittlungen übernommen.
Der Mann aus Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis steht im Verdacht, für Sabotageaktionen und Sabotageversuche an Umspannwerken und Hochspannungsanlagen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg verantwortlich zu sein. Nach ihm wurde seit dem 3. September intensiv gefahndet.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Bekennerschreiben, die mit seinem Namen unterzeichnet worden sein sollen. Darin wurden die mutmaßlichen Angriffe mit der Ablehnung fossiler Energien und dem Kampf gegen die Klimakrise begründet. Die Ermittler halten die Schreiben für authentisch, weil sie Täterwissen enthalten sollen.
Bei Durchsuchungen der Wohnung des Tatverdächtigen und eines Lasters wurden außerdem Sprengstoff, Pyrotechnik und weiteres Beweismaterial sichergestellt.