Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider führt den Wahlerfolg der AfD auch auf die Stimmung in Teilen der Bevölkerung zurück. Viele Menschen seien von einer verbreiteten Weltuntergangsstimmung geprägt und sehnten sich nach vermeintlich guten alten Zeiten.
Nach Einschätzung des Professors der Universität Stuttgart-Hohenheim kann die Bundesregierung derzeit kein positives Zukunftsbild vermitteln und keine Aufbruchstimmung erzeugen. Dadurch würden notwendige Reformen als einzelne Maßnahmen wahrgenommen, statt als Schritte auf dem Weg zu einem positiven Ziel.
Brettschneider äußerte sich gegenüber der KNA. Seine Einschätzung wurde am 7. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.
Auch die Medien sieht der Kommunikationsforscher in der Verantwortung. Journalisten sollten Missstände zwar klar benennen, zugleich aber auch über mögliche Lösungen berichten. Eine solche Berichterstattung könne dazu beitragen, politische Maßnahmen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.
Der Beitrag gehört zu einer Deutschlandfunk-Nachrichtensendung. Brettschneider ist auf einem Archivbild der picture alliance mit dem Hinweis auf Marijan Murat zu sehen.