Nach mehreren mutmaßlichen Sabotageversuchen am Stromnetz hat die Polizei die Bevölkerung aufgerufen, verdächtige Beobachtungen zu melden. Neue selbstgebaute Vorrichtungen wurden am 7. September 2026 in Nordrhein-Westfalen und Sachsen entdeckt.
Die gefundenen Geräte sollen nach Angaben der Behörden darauf ausgerichtet gewesen sein, Kurzschlüsse zu verursachen. Bei Aachen und in Wuppertal gab es zudem verdächtige Beobachtungen.
In Sachsen entdeckte die Polizei insgesamt neun entsprechende Vorrichtungen in der Nähe des Umspannwerks Graustein bei Görlitz. Bereits Anfang September hatte es einen Anschlagsversuch auf ein Umspannwerk in Brandenburg gegeben.
Als Tatverdächtiger gilt weiterhin ein 48 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen. Er soll ein Bekennerschreiben verfasst haben.
Die bisherigen Anschlagsversuche führten nach den vorliegenden Angaben zu Abschaltungen in Kraftwerksblöcken. Stromausfälle gab es demnach jedoch nicht.
Die Polizei bittet die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden. Weitere Angaben zu den Hintergründen der Funde und zu den möglichen Abläufen der Versuche enthält der Bericht nicht.