Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat international unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Rechtspopulistische Parteien und Politiker begrüßten das Ergebnis, während Regierungsvertreter und Politiker aus mehreren Nachbarländern ihre Besorgnis äußerten.
In Österreich bezeichnete FPÖ-Chef Herbert Kickl das Resultat als „demokratisches Machtwort des Souveräns“. Die sogenannte „undemokratische Brandmauer“ sei damit eingerissen worden, erklärte er. Auch der italienische Vize-Regierungschef und Vorsitzende der rechtspopulistischen Lega, Matteo Salvini, gratulierte der AfD. Das Ergebnis stehe für den Wunsch nach Veränderung, Sicherheit und Arbeitsplätzen, schrieb er auf X.
Der frühere ungarische Regierungschef Viktor Orban schloss sich den Glückwünschen an. Zustimmung kam außerdem aus Russland. Der Senator des russischen Föderationsrats Alexej Puschkow schrieb, ein Teil Deutschlands scheine aufzuwachen. Der Präsidentenberater Dmitrijew wertete das Ergebnis als Demütigung für die CDU von Bundeskanzler Merz.
Besorgnis äußerten dagegen Politiker aus Frankreich und Polen. Der polnische Regierungschef Donald Tusk erklärte, nur „Idioten oder Verräter“ könnten sich in seinem Land über den Erfolg der AfD freuen. Frankreichs Finanzminister Lescure sprach von einem „sehr, sehr besorgniserregenden Signal“.
Italiens Außenminister Antonio Tajani bezeichnete den Wahlausgang als sehr schlechte Nachricht. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es sich um eine lokale Ausnahme handle.
Der tschechische Oppositionspolitiker und frühere Innenminister Vít Rakušan forderte, aus dem Ergebnis Konsequenzen zu ziehen. Es reiche nicht aus, sich lediglich über den Erfolg von „offen prorussischen Extremisten in Deutschland“ zu empören. Demokratische Parteien müssten sich mit Themen wie Migration und anderen sozialen Fragen auseinandersetzen, erklärte er.
Die Angaben und Reaktionen stammen aus einem Bericht, der am 7. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt wurde.