Philipp Sander hat nach Borussia Mönchengladbachs Fehlstart in der Bundesliga die jungen Spieler des Teams in Schutz genommen und zugleich die erfahrenen Akteure in die Pflicht genommen. Nach Niederlagen in Leipzig und gegen Aufsteiger Elversberg sieht der Mittelfeldspieler vor allem die Mannschaft als Ganzes gefordert.
Gladbach verlor zum Auftakt in Leipzig mit 0:3 und unterlag anschließend Elversberg zu Hause mit 3:4. Sander war in beiden Begegnungen im Einsatz und lief insgesamt 24,1 Kilometer. Damit liegt der 28-Jährige aktuell auf Platz sieben der laufstärksten Spieler der Liga.
Über die Heimniederlage gegen Elversberg zeigte sich Sander dennoch enttäuscht. „Bis zum 3:1 hatten wir alles im Griff und sogar die Chance, den Sack ganz zuzumachen“, sagte der Mittelfeldspieler. Nach dem Anschlusstreffer habe der Gegner neuen Mut gefasst. Gladbach habe sich anschließend nicht clever genug angestellt.
Sander bemängelte einfache Ballverluste im Angriff und zu leicht kassierte Gegentore. Die Treffer seien aus individuellen Fehlern entstanden. Um die Zahl der Gegentore zu verringern, müsse die Mannschaft künftig konsequenter verteidigen, insbesondere im eigenen Strafraum.
Bei seiner Startelf-Premiere in der Bundesliga unterlief auch dem 18 Jahre alten Matthieu Nguefack ein Fehler. Sander machte dem Youngster daraus jedoch keinen Vorwurf. Stattdessen lobte er die jungen Spieler, die gegen Elversberg auf dem Platz standen.
„Fehler gehören dazu, es ist Teil des Lernprozesses“, erklärte Sander. Die älteren Spieler und Führungskräfte müssten dafür sorgen, dass die Mannschaft in einem hektischen Spiel mehr Ruhe bewahre. Als Mitglied des Mannschaftsrats nahm sich der 28-Jährige dabei ausdrücklich selbst aus der Verantwortung nicht heraus.
„Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, sagte Sander. Jeder müsse die Situation selbstkritisch betrachten – und bei ihm selbst beginne diese Verantwortung. Die Aussagen und Einschätzungen stammen aus dem vorliegenden Bericht der BILD.