Max Kruse ist mit der deutschen Kleinfeldfußball-Nationalmannschaft Weltmeister geworden. Bei der Socca-WM in Essen setzte sich das Team im Finale vor tausenden Zuschauern auf dem Kennedyplatz mit 3:1 gegen Brasilien durch.
Für Deutschland begann das Endspiel allerdings mit einem Rückschlag. Brasilien ging in der sechsten Minute durch de Lima in Führung. Kurz vor der Pause gelang Fehlinger der Ausgleich zum 1:1. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drehte Kobrowski die Partie und brachte Deutschland mit 2:1 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Brasilien den Druck und versuchte, erneut ins Spiel zu kommen. Die deutsche Mannschaft verteidigte ihren Vorsprung jedoch leidenschaftlich. In der 38. Minute erzielte Kohlstädt das 3:1 und sorgte damit für die Entscheidung.
Nach dem Schlusspfiff feierten Spieler, Trainer und Fans gemeinsam den Titel. Auch Kruse, der früher in der Bundesliga und in der deutschen Nationalmannschaft spielte, zeigte sich ausgelassen. „Ein geiles Gefühl! Es ist der Wahnsinn“, sagte der 38-Jährige nach dem Spiel. Die Brasilianer hätten ein starkes Turnier gespielt, das deutsche Team sei aber stärker gewesen.
Kapitän Konstantin Fries bezeichnete den Erfolg als einen wahr gewordenen Traum. Nach dem Finale stellte er zudem eine kurze Nacht in Aussicht.
Deutschland hatte bereits den Auftakt des Turniers deutlich gewonnen. Gegen Argentinien gab es einen 4:0-Erfolg, anschließend folgten ein 1:1 gegen Tschechien und ein 15:1 gegen Indonesien. In der K.-o.-Phase setzte sich die Auswahl gegen Serbien mit 4:1, Dänemark mit 2:1, Frankreich mit 4:3 und Polen mit 3:2 durch.
Mit dem Sieg gegen Brasilien gewann Deutschland die Socca-WM zum zweiten Mal nach 2018. Damit ist die Mannschaft laut dem Bericht das erste Land, das den Titel zweimal holen konnte. Der Wettbewerb fand über zehn Tage in Essen statt. Der Pokal bleibt somit in Deutschland – und Max Kruse darf sich Kleinfeldfußball-Weltmeister nennen.