Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich nach dem starken Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt entsetzt gezeigt. Gegenüber der Zeitung „Die Welt“ sagte er, er sei „persönlich entsetzt“.
Schuster verwies darauf, dass sich eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei in einem deutschen Bundesland nur knapp von einer Alleinregierung entfernt befinde. Der Zentralrat der Juden reagiert damit auf die hohen Zustimmungswerte für die AfD bei der Wahl.
Für den Fall, dass die AfD die Landesregierung in Sachsen-Anhalt übernehmen sollte, warnte Schuster vor weitreichenden Folgen. Als mögliches Beispiel nannte er eine „radikal veränderte Bildungspolitik“, die zulasten vieler Kinder und Jugendlicher gehen könne.
Weitere Meldungen und Grafiken zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurden in einem Newsblog angekündigt. Die Nachricht wurde am 6. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.