US-Vertreter haben bei Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über mögliche Wege zu einem Ende des Ukraine-Kriegs beraten. Nach dem Treffen im Kreml kündigte das Weiße Haus an, dass in den kommenden Wochen konkrete Pläne vorgestellt werden sollen. Ein abschließendes Ergebnis gab es zunächst nicht.
Die Verhandlungen in Moskau dauerten bis in den späten Samstagabend. Für die US-Regierung nahmen Jared Kushner und Steve Witkoff daran teil. Nach Angaben des Weißen Hauses erörterten sie mit Putin „konkrete Pläne“ für ein Ende des Krieges.
Welche Bedingungen mit den Vorschlägen verbunden sind und welche Rolle die Ukraine dabei spielen soll, blieb zunächst offen. Auch wurde nicht bekannt, ob die Pläne Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland vorsehen. Die US-Gesandten sollen ihre Vorschläge in den kommenden Wochen öffentlich machen.
Nach dem Treffen reisten Kushner und Witkoff weiter nach Kiew. Dort sollten sie am Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen werden. Das Weiße Haus erklärte, die beiden US-Vertreter freuten sich auf „ebenso produktive Treffen in der Ukraine“.
Der Kreml bezeichnete die Gespräche mit den US-Vertretern als „nützlich“ und „konstruktiv“. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, die US-Gesandten hätten mehrere Ideen für ein Ende der Kämpfe vorgestellt. Sie hätten nicht nur ihr Interesse an einer schnellen Beendigung des Krieges bekundet, sondern auch mögliche Wege zu einer Lösung dargelegt.
Uschakow zufolge zeigte sich Putin in den Gesprächen überzeugt, die Ziele seines Krieges erreichen zu können. Der russische Präsident setze außerdem darauf, dass die US-Unterhändler die russische Sichtweise bei ihrem Besuch in Kiew übermitteln.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor einen neuen diplomatischen Vorstoß angekündigt. Witkoff und sein Schwiegersohn hätten einen Plan zur Beendigung des Krieges dabei, sagte Trump. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Er erklärte lediglich: „Wir haben eine Idee für den Frieden.“
Witkoff und Kushner sind in der US-Regierung für die Bemühungen um ein Ende des russischen Krieges zuständig. Die Gespräche hatten in den vergangenen Monaten weitgehend geruht. Die US-Vermittler waren seit 2025 mehrfach in Moskau, hatten die Ukraine bislang aber noch nicht besucht.
Im Zusammenhang mit dem Besuch der US-Delegation ordnete Putin nach Angaben des Berichts einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf Kiew an. Auch Kiew stimmte demnach zu, den russischen Luftraum drei Tage lang nicht zu gefährden. Nach Angaben der Ukraine wurden in der Nacht zum Samstag dennoch die beiden Flughäfen der Hauptstadt von Russland angegriffen.