Heute: September 8, 2026

US-Gesandte reisen nach Putin-Treffen erstmals nach Kiew

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff sind in Kiew eingetroffen. Zuvor hatten sie am Samstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau getroffen. Der Besuch in der ukrainischen Hauptstadt ist Teil eines neuen Vorstoßes der USA für Friedensverhandlungen im Krieg gegen die Ukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing Kushner und Witkoff nach ihrer Ankunft. Die beiden US-Vertreter reisten per Zug aus Polen in die ukrainische Hauptstadt. Für die Gesandten war es nach mehreren Moskau-Reisen seit 2025 der erste Besuch in Kiew.

Vor dem Treffen bekräftigte Selenskyj, dass die Ukraine ein Ende des Krieges anstrebe. Zugleich forderte er Sicherheitsgarantien für sein Land. Eine russische Forderung lehnt die Ukraine weiterhin ab: Moskau verlangt demnach, dass Kiew auch Teile im Osten des Landes aufgibt, die unter ukrainischer Kontrolle stehen und nicht von russischen Truppen besetzt sind.

Das Gespräch mit Putin in Moskau hatte nach Angaben des Kremls rund drei Stunden gedauert. Russland bezeichnete die Begegnung als „nützlich“ und „konstruktiv“. Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte, es sei eine Reihe von Ideen für eine friedliche Lösung entwickelt worden. Putin habe sich erneut überzeugt gezeigt, die Ziele seines Krieges erreichen zu können.

Nach Angaben eines Vertreters des Weißen Hauses wurden in Moskau konkrete Pläne für die nächsten Schritte der Gespräche über den Ukraine-Krieg erörtert. Diese sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.

Putin habe bei dem Treffen außerdem seine Einschätzung der Lage dargelegt. Dabei seien die „tatsächlichen Erfolge“ der russischen Seite hervorgehoben worden. Über die Fortschritte der Kriegsparteien an der Front gibt es jedoch unterschiedliche Einschätzungen. Experten zweifeln wiederholt daran, ob Putin von seinem Generalstab wahrheitsgemäß über die Situation informiert wird.

Kushner und Witkoff sind in der Regierung von US-Präsident Donald Trump mit den Bemühungen um ein Ende des russischen Krieges beauftragt. Die Gespräche hatten in den vergangenen Monaten weitgehend geruht. Als Grund wird im vorliegenden Bericht genannt, dass Washington mit dem Krieg gegen den Iran ausgelastet war.

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