Sängerin Kerstin Ott hat weitere Einzelheiten zu ihrer Mastektomie bekannt gegeben. Bei einer Veranstaltung zur Verleihung der „Goldenen Henne“ sagte sie der Zeitschrift „Bunte“, dass der Eingriff nicht nur ästhetische Gründe gehabt habe.
„Ich finde es auch wichtig, das ist keine Verkleinerung, sondern eine ganze Mastektomie gewesen“, erklärte Ott. Ausschlaggebend seien unter anderem gesundheitliche Aspekte gewesen. In ihrer Familie gebe es Brustkrebs, zudem habe sie ihre Brüste schon lange als belastend empfunden.
Die Operation habe bereits stattgefunden, als sie in ihren Dreißigern war. Nach ihren Angaben sei die Entscheidung nicht spontan gefallen, sondern über längere Zeit gereift. Die Angst vor einer möglichen Erkrankung habe sie dabei begleitet.
Ott bezeichnete den Eingriff als einen Versuch, wieder mehr Kontrolle zu gewinnen und ihr Krebsrisiko zu minimieren. Das bessere Körpergefühl sei für sie lediglich ein zusätzlicher Effekt gewesen. Ihre Brüste seien ihr nie besonders wichtig gewesen, sagte die Sängerin; vielmehr habe sie sich an ihnen gestört.
Über die Mastektomie hatte Ott zuvor erstmals im Podcast „Zwischen den Zeilen“ mit Moderatorin Bettina Böttinger gesprochen. Dort betonte sie, jeder Mensch müsse selbst über den eigenen Körper entscheiden. Auch bei der Veranstaltung bekräftigte sie diese Haltung: „Es ist mein Körper.“
Ott sagte zugleich, dass nicht jeder ihren Entschluss nachvollziehen könne. Die Reaktionen anderer Menschen spielten für sie jedoch keine entscheidende Rolle.
Ihre Ehefrau Karolina habe auf den operativen Eingriff so reagiert, wie man es erwarten könne, berichtete Ott der „Bunte“. Heute könne Karolina es sich nach Darstellung der Sängerin gar nicht mehr anders vorstellen.