Heute: September 8, 2026

Schäfer erklärt Nkunku-Rückkehr: Leipzig setzte sich gegen Premier-League-Klubs durch

Christopher Nkunku ist zurück bei RB Leipzig. Der 28 Jahre alte Franzose wechselte zunächst für ein Jahr auf Leihbasis von der AC Mailand zu seinem früheren Klub. Im Vertrag ist eine Kaufoption über 28 Millionen Euro verankert.

Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer erklärte, dass Nkunku maßgeblich zum Zustandekommen des Transfers beigetragen habe. Nach seinen Angaben waren zwei Klubs aus der Premier League bereit, bei den finanziellen Bedingungen weit zu gehen. Leipzig hätte deshalb nur geringe Chancen gehabt, wenn der Angreifer sich für einen dieser Vereine entschieden hätte.

Nach Informationen der „Bild“ soll Nkunku neben Newcastle United auch Manchester United abgelehnt haben. Seine Entscheidung sei demnach klar zugunsten von RB Leipzig ausgefallen. Der Offensivspieler hatte bereits vier Jahre für den Klub gespielt und war in der Bundesliga Torschützenkönig geworden, bevor er Leipzig 2023 verließ.

Sein Comeback feierte Nkunku zunächst mit einem Kurzeinsatz gegen Borussia Mönchengladbach. Beim 3:0-Erfolg bereitete er ein Tor vor. In der Woche absolvierte er zusätzliche Trainingseinheiten und steht für die Partie bei Werder Bremen zur Verfügung. Offen ist allerdings, ob Trainer Martin Demichelis ihn direkt in die Startelf beruft.

Grund für die Ungewissheit ist Nkunkus fehlender Spielrhythmus. Bei der AC Mailand hatte der Franzose zuletzt lediglich individuell trainiert. Gleichzeitig muss Leipzigs Trainer personelle Ausfälle berücksichtigen. Rocco Reitz fehlt wegen einer Oberschenkelverletzung auf unbestimmte Zeit. Der Einsatz von Brajan Gruda ist aufgrund von Sprunggelenkproblemen fraglich.

Schäfer sieht Nkunku nicht nur als sportliche Verstärkung. Der Sportchef betonte, es sei ihm wichtig gewesen, einen Spieler mit starkem Charakter und großem Ehrgeiz zu verpflichten. Außerdem solle Nkunku abseits des Platzes eine Vorbildfunktion für die jüngeren Leipziger übernehmen. „Auch außerhalb des Platzes brauchen wir ein Idol, an dem sich die jungen Spieler aufrichten können“, sagte Schäfer.

Damit verbindet RB Leipzig mit der Rückkehr des Franzosen Erwartungen auf und neben dem Spielfeld. Ob Nkunku in Bremen von Beginn an spielt oder zunächst als Einwechselspieler zum Einsatz kommt, entscheidet Demichelis.

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