Hannes Kreschel produziert politische Videos gegen die AfD und spricht in der Samstagsausgabe des Nachrichtenpodcasts „Auf den Punkt“ über seinen persönlichen Wandel, seine Arbeit und den Umgang mit Rechtsextremen.
Der 23-Jährige ist Jurist und bezeichnet sich als politischen Influencer. Für Youtube, Instagram und Tiktok interviewt er AfD-Wählerinnen und AfD-Wähler. Mit diesen Inhalten hat er sich in den vergangenen Jahren eine große Followerschaft aufgebaut.
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist Kreschel besonders häufig unterwegs. Er besucht unter anderem Wahlkampfveranstaltungen und das „Familienfest“ der AfD. Nach Angaben des Beitrags könnten der AfD bei der Wahl mehr als 40 Prozent der Stimmen zufallen, wenn die Umfragen recht behalten.
Kreschel selbst will die Partei nicht wählen. Das war jedoch nicht immer so: Bei der Kommunalwahl 2019 stimmte er noch für die AfD. Im Jahr 2020 trat er der SPD bei. Im Podcast geht es darum, warum er seine politische Haltung verändert hat und was er mit seinen Videos erreichen möchte.
Der Influencer wuchs in Gommern, einer Kleinstadt bei Magdeburg, auf und lebt weiterhin in Sachsen-Anhalt. In der Sendung berichtet er außerdem über seine Jugend in dem Bundesland und über Diskussionen mit Rechtsextremen. Auch der abgebrochene Kontakt zu seinem Vater wird thematisiert.
Die Folge gehört zum Nachrichtenpodcast „Auf den Punkt“ der Süddeutschen Zeitung. Moderiert und redaktionell betreut wurde sie von Nadja Schlüter. An der Redaktion waren außerdem Ann-Marlen Hoolt und Johannes Korsche beteiligt, die Produktion übernahm Laura Sagebiel. Der Redaktionsschluss war am 4. September 2026 um 12 Uhr.
Der tägliche Podcast behandelt wichtige Themen des Tages. Die Folgen sind über das Audioangebot der Süddeutschen Zeitung sowie über Podcast-Apps und Plattformen wie iTunes und Spotify abrufbar.