Ein ungewöhnliches Rennradteam setzt inmitten der angespannten Beziehungen zu Russland ein Zeichen: Die Mitglieder, die noch während des Krieges geboren wurden, fahren entlang des früheren Eisernen Vorhangs. Dabei wollen sie zwei Botschaften vermitteln.
Unterwegs ist auch Herbert Lackner. Der 85 Jahre alte Österreicher stand mit den Händen auf dem Lenker seines Rennrads vor einem früheren DDR-Wachturm in der Rhön. Heute verläuft dort die Grenze zwischen Hessen und Thüringen, zwischen dem Wartburgkreis und dem Landkreis Fulda.
Der Ort hat eine besondere Geschichte. Am Point Alpha standen sich während des Kalten Krieges unmittelbar die Nato und der Warschauer Pakt gegenüber. Zugleich galt die Region als möglicher Schauplatz einer atomaren Eskalation.
Die Tour der Veteranen fällt in eine Zeit, in der in Europa erneut ein neuer Kalter Krieg drohen könnte. Mit ihrer Fahrt entlang des früheren Grenzverlaufs verweisen die Rennradfahrer auf die historische Konfrontation zwischen den damaligen Machtblöcken.
Das Team gilt als eines der ältesten Rennradteams der Welt. Als Hauptsponsor wird ein Pharmaunternehmen genannt, das Medikamente für Herz-Kreislauf-Erkrankungen anbietet.
Der Beitrag gehört zur Berichterstattung über die Fahrt der „Eisernen Veteranen“ am Point Alpha und ihre historische Einordnung.