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September 5, 2026
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EU-Kommissarin Kos streicht Serbien-Reise wegen geplanter Mladić-Beisetzung

EU-Erweiterungskommissarin Kos hat eine geplante Reise nach Serbien abgesagt. Anlass ist die vorgesehene feierliche Beisetzung des bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladić.

Die Verherrlichung rund um den Tod Mladićs sei nicht mit den Werten der Europäischen Union vereinbar, teilte Kos mit. Der Weg Serbiens in die EU könne nur über die Aufarbeitung der Vergangenheit, eine echte Versöhnung und den Respekt vor den Opfern von Kriegsverbrechen führen.

Viele Menschen in Serbien trauern um Mladić. Nach Angaben des Deutschlandfunks wollen zudem zahlreiche serbische Regierungspolitiker an seiner Beisetzung teilnehmen.

Mladić war in der vergangenen Woche im Alter von 84 Jahren in einem Gefängnis gestorben. Das UNO-Kriegsverbrechertribunal verurteilte ihn 2017 zu lebenslanger Haft. Grundlage des Urteils waren Gräueltaten im Bosnienkrieg, darunter das Massaker von Srebrenica im Jahr 1995.

Serbien ist seit 2012 offizieller Kandidat für einen Beitritt zur Europäischen Union. Die Nachricht wurde am 5. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.

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