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Potapova setzt auf deutliche Ansagen ihres Freundes: „Solange sie Wirkung zeigen“

Anastasia Potapova schätzt die klaren Worte ihres Freundes Tallon Griekspoor während ihrer Tennismatches. Die 25-Jährige steht bei den US Open in der dritten Runde und sieht den niederländischen Profi dort als eine Art zusätzlichen Trainer.

Potapova, die seit Januar für Österreich spielt, hat sich nach der Trennung von ihrem Trainer Henner Nehles nach Wimbledon noch nicht dauerhaft für einen neuen Coach entschieden. Deshalb unterstützt Griekspoor sie während der Spiele mit seiner Einschätzung von außen. Weil er selbst Profi ist, kann er diese Aufgabe jedoch nicht offiziell übernehmen.

In New York ist Griekspoor bereits in der ersten Runde gegen den US-Amerikaner Ben Shelton ausgeschieden. Dadurch bleibt ihm Zeit, seine Freundin bei ihrem weiteren Turnierverlauf zu begleiten. Potapova trifft in der dritten Runde auf Amanda Anisimova.

Im Gespräch mit BILD erklärte Potapova, Griekspoor sei je nach Verlauf entweder ihr Freund oder ihr „zweiter Trainer“. Er habe einen sehr guten Blick für das Geschehen und gebe aus ihrer Sicht stichhaltige Ratschläge. Auch ihre derzeitige Trainerin freue sich, wenn er Anmerkungen mache.

Umgekehrt hält sich Potapova zurück, wenn Griekspoor selbst spielt. Sie sagte, sie verstehe sein Spielniveau nicht ausreichend und beschränke sich deshalb auf ihre Unterstützung. Griekspoor steht derzeit auf Platz 56 der Weltrangliste.

Dass die Kommunikation des Paares auf dem Platz nicht immer sanft ausfällt, zeigte sich bereits beim Masters in Madrid. Griekspoor kritisierte einen Fehler, worauf Potapova widersprach. Er blieb bei seiner Einschätzung und wies sie deutlich darauf hin, dass sie seinen Hinweis eben nicht umsetze.

Potapova erklärte gegenüber BILD, sie habe für diesen Austausch viel Kritik einstecken müssen. Ihrer Ansicht nach können Tennisspielerinnen und Tennisspieler auf dem Platz in einen Tunnelblick geraten. Dann sei es hilfreich, wenn jemand von außen sie wieder auf die Situation und das gesamte Match aufmerksam mache.

In Madrid sei Griekspoor besonders hart zu ihr gewesen. Das habe sie jedoch als notwendig empfunden. Anschließend gewann Potapova das Match. Kritik an der Deutlichkeit seiner Worte störe sie deshalb nicht, solange die Hinweise Wirkung zeigten, der Wahrheit entsprächen und ihr am Ende zum Sieg verhelfen.

Potapova glaubt zudem, dass Griekspoor nach seiner aktiven Karriere ein guter Trainer werden könnte. Beide müssten dafür zwar weiterhin viel reisen, sie sei aber überzeugt, dass sie das gemeinsam bewältigen könnten.

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