Harlaching gilt als ruhiger und grüner Münchner Stadtteil mit vielen Bäumen und Villen. Das verbreitete Bild eines eher spaßbefreiten Viertels wird jedoch durch Orte und Menschen vor Ort relativiert.
Historisch wurde Harlaching beim Spatenstich im Jahr 1906 zunächst als „gemeinnützige Gartenstadt“ für die benachbarte Arbeiterschicht geplant. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entwickelte sich der Stadtteil jedoch vor allem durch den Ausbau von Eigentumshäusern weiter.
Die Besitzer der Häuser grenzten sich zunehmend von ihrer Umgebung ab. In der Weimarer Republik gründeten sie sogar eine Bürgerwehr. Diese sollte nach dem überlieferten Zweck der „Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung“ dienen und sich gegen „Plünderungsversuche“ aus Giesing richten.
So steht Harlaching heute für eine besondere Mischung aus grüner Umgebung, großbürgerlichem Wohnen und einer Geschichte, die eng mit den sozialen Gegensätzen der benachbarten Stadtteile verbunden ist.