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September 4, 2026
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Weiße Haus veröffentlicht Onlinespiele zu Trumps Migrationspolitik

Das Weiße Haus hat fünf Browsergames veröffentlicht, mit denen die politische Agenda von US-Präsident Donald Trump beworben wird. Die Spiele greifen unter anderem die Abschiebung von Migranten und den Bau einer Sperranlage an der Grenze zu Mexiko auf.

Die Minispiele sind im grobpixeligen Retro-Stil gehalten und erinnern technisch an Klassiker wie „Flappy Bird“ und „Tetris“. Besonders umstritten sind die politischen Inhalte und Spielziele.

In „Rio Run“, das an das Spiel „Snake“ angelehnt ist, steuern Nutzer eine Digitalversion des US-Grenzschutzbeauftragten Tom Homan. Ziel ist es, möglichst viele Pixelfiguren einzusammeln. Sie sollen Migranten darstellen, die den Rio Grande an der Grenze zu Mexiko überquert haben.

Ein weiterer Titel heißt „Build the Wall“ – auf Deutsch „Bau die Mauer“. Das Spiel funktioniert nach dem Prinzip eines einfachen „Tetris“-Klons. Dabei sollen Nutzer eine Sperranlage errichten und die Grenze vor einer herannahenden „Horde“ schützen. Die Darstellung bezieht sich auf die von Trump vorangetriebene Grenzanlage, die nach Angaben der US-Behörden bis Ende des kommenden Jahres fertiggestellt werden soll.

Zwei weitere Spiele sind über dem Gebiet der US-Hauptstadt angesiedelt. In „Flappy Bill“ trägt ein Adler einen Gesetzentwurf über die National Mall. Bei „Trump Savings Tycoon“ müssen die Spieler Geld einsammeln, um damit die „Trump-Konten“ von Kindern aufzufüllen. Gemeint ist ein Sparplan der Regierung, der während Trumps Amtszeit geborenen Kindern 1000 Dollar zusichern soll.

Das Weiße Haus bewarb die Spiele auf dem Onlinedienst X mit einem an das Logo des Spieleherstellers Sega erinnernden MAGA-Schriftzug. Dazu veröffentlichte es die Botschaft: „Bau die Mauer. Schieb ab. Fülle ein Trump-Konto auf.“

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte das Weiße Haus, die Regierung konzentriere sich stark auf Innovationen. Die Spiele sollten die zahlreichen Erfolge des Präsidenten auf eine Weise vermitteln, die bei US-Bürgern Anklang finde. Zugleich sollten sie den Gegensatz zwischen einer Kultur des Spaßes und des Gewinnens sowie der politischen Vision der Demokraten verdeutlichen.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Veröffentlichung scharf. Vertreterinnen der Organisationen Frontera Federation und Amigos warfen dem Weißen Haus vor, Migranten durch die spielerische Darstellung zu entmenschlichen. Die Inhalte seien grausam und behandelten Migration wie ein Spiel, obwohl es in Wirklichkeit keines sei.

Das Kommunikationsteam von Trump setzt laut dem Bericht bereits seit dessen zweiter Amtszeit auf provokante Inhalte, die als „Ragebait“ bezeichnet werden. Auch Anspielungen auf Videospiele wie „Pokémon“ und „Call of Duty“ wurden demnach zuvor für politische Botschaften zu Abschiebungen und zum Irankrieg genutzt.

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