Mehrere Brandanschläge auf Teile des deutschen Stromnetzes und auf ein Rüstungsunternehmen haben die Sorgen um die Sicherheit kritischer Infrastruktur verschärft. Behörden vermuten, dass Russland auch hinter dem Angriff auf die Rüstungsfirma stehen könnte.
Innerhalb weniger Tage wurden in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mehrere Attacken auf Umspannwerke und Stromtrassen registriert. Nach den bisherigen Erkenntnissen zielten die Angriffe darauf, großflächige Stromausfälle auszulösen.
In München griffen zwei Angreifer in der Nacht zum Donnerstag außerdem die Zentrale eines Rüstungsunternehmens mit Brandsätzen an. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Die Ermittler gehen nach Angaben des Berichts auch einem Bekennerbrief nach. Welche Bedeutung das Schreiben für die Ermittlungen hat und ob es Hinweise auf einen möglichen Auftraggeber liefert, bleibt offen.
Die Vorfälle haben in Deutschland eine politische Debatte über den Schutz kritischer Infrastruktur ausgelöst. Die Politik will die Sicherheitsvorkehrungen verbessern. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wer die damit verbundenen Kosten tragen soll.
In einem weiteren Zusammenhang wird in dem Bericht ein Anschlagsversuch in Leipzig erwähnt. Dort hätten die Ermittler Russland als Drahtzieher ausgemacht. Der Bericht beschreibt den Vorgang als Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und zugleich als Grund zur Sorge für die deutsche Bevölkerung.
Die Angriffe auf Stromanlagen und ein Unternehmen aus der Rüstungsbranche vergrößern damit die Sicherheitsbedenken. Eine abschließende Bewertung der Hintergründe der einzelnen Taten ist dem vorliegenden Material jedoch nicht zu entnehmen.