Die Amsel singt nach einer Studie der Universität Tübingen für das menschliche Ohr am angenehmsten. In einem von Vogelexperten veranstalteten Gesangswettstreit setzte sie sich gegen 122 weitere heimische Vogelarten durch.
Für den Wettbewerb wurden die Gesänge der Vögel als 15-sekündige Aufnahmen eingespielt. Eine Jury aus 84 Freiwilligen bewertete die Beiträge. Am Ende lag die Amsel vor Drossel, Fink, Star und anderen heimischen Arten.
Der Gesang des Amselmannes wird in der Glosse als besonders entspannend beschrieben. Er erinnere demnach an Chill-out-Musik und könne die Nerven beruhigen. Auch die in die Gesänge eingebauten Handy-Klingeltöne werden als besondere musikalische Einlage erwähnt.
Für Überraschung sorgte dem Text zufolge, dass Nachtigall und Lerche bei dem Wettbewerb nicht an der Spitze landeten. Die beiden Vögel gelten traditionell als besonders herausragende Sänger. Die Glosse stellt deshalb augenzwinkernd die Frage, ob der Geschmack der Tübinger Jury von den bekannten literarischen Vorstellungen abweicht.
Auch die Schleiereule kommt in dem Beitrag vor. Experten sagen demnach, sie könne nicht besonders gut singen. Zugleich wird ihr die Möglichkeit zugestanden, sich zu verbessern. Die Unvollkommenheit erscheint dabei als ermutigendes Element.
Der Beitrag gehört zur Rubrik „Das Streiflicht“ und wurde am 4. September 2026 veröffentlicht. Die Angaben zur Studie, zum Wettbewerb und zur Bewertung stammen aus dem vorliegenden Text.