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September 4, 2026
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Heiner Wilmer plädiert für einen sozial-ökologischen Wohlstandsbegriff

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, fordert ein Umdenken beim Verständnis von Wohlstand. Angesichts der sichtbaren Folgen des Klimawandels regt der Bischof eine Definition an, die nicht allein auf wirtschaftlichen Kriterien beruht.

In einem Gastbeitrag für die „Rheinische Post“ kritisierte Wilmer die politische Orientierung am dauerhaften Wirtschaftswachstum. Diese Zielsetzung habe politische Entscheidungen lange bestimmt und müsse beendet werden, schrieb er. Das bisherige westliche Wohlstandsmodell sei „am Ende“, erklärte der Bischof.

Wohlstand dürfe nach Wilmers Auffassung nicht länger ausschließlich ökonomisch definiert werden. Stattdessen brauche es eine sozial-ökologische Definition. Diese solle sich am christlichen Glauben und am christlichen Menschenbild orientieren.

Im Mittelpunkt stehe dabei die gleiche Würde aller Menschen. Wohlstand bedeute in diesem Verständnis, in Solidarität die Voraussetzungen für ein gutes und friedvolles Leben möglichst vieler Menschen zu schaffen. Zugleich müsse dies innerhalb der Belastungsgrenzen der Erde geschehen.

Wilmer verbindet seine Forderung damit mit einer Kritik an der Macht der Ökonomie und deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Seine Überlegungen veröffentlichte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in dem Gastbeitrag, über den die Deutsche Presse-Agentur beziehungsweise die Katholische Nachrichten-Agentur berichtete.

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