Marcos Llorente hat seine Karriere in der spanischen Nationalmannschaft überraschend beendet. Der 31-Jährige von Atlético Madrid teilte über seine Social-Media-Kanäle mit, dass er diesen Entschluss bereits vor der Weltmeisterschaft gefasst habe – unabhängig davon, ob er nominiert worden wäre oder Spanien den Titel gewonnen hätte.
„Ich weiß, dass viele von euch das nicht verstehen werden“, schrieb Llorente in seiner Erklärung. Ihm sei bewusst, dass er noch jung sei und bei weiterhin guten Leistungen noch mehrere Jahre für Spanien hätte spielen können. Dennoch handle es sich um eine persönliche Entscheidung, die er sorgfältig abgewogen habe und die „tief aus meinem Herzen“ komme.
Llorente war 2020 unter dem damaligen Nationaltrainer Luis Enrique in der Selección debütiert. Er gehörte anschließend zum spanischen Aufgebot bei der Europameisterschaft 2020, die wegen der Corona-Pandemie erst 2021 ausgetragen wurde, sowie bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar.
Unter Luis Enriques Nachfolger Luis de la Fuente spielte der Rechtsverteidiger zunächst längere Zeit keine Rolle. Erst Ende 2025 kehrte der Atlético-Profi in den Nationalmannschaftskader zurück.
Bei der jüngsten Weltmeisterschaft kam Llorente in der Gruppenphase gegen Kap Verde und Uruguay jeweils über die volle Spielzeit zum Einsatz. In der K.-o.-Runde wurde er nur noch im Halbfinale gegen Frankreich eingewechselt. Spanien gewann die Partie mit 2:0 und holte anschließend den WM-Titel.
In seiner Mitteilung blickte Llorente dankbar auf seine Zeit bei der Nationalmannschaft zurück. Die Begegnungen und Erlebnisse hätten ihm und seiner Familie einzigartige und unvergessliche Momente ermöglicht. Besonders die vergangenen 52 Tage werde er in guter Erinnerung behalten.
„Es war mir eine Ehre, mein Land zu vertreten und Teil dieser Geschichte zu sein“, erklärte der 31-Jährige zum Abschied.