Die „Süddeutsche Zeitung“ fasst in ihrem Nachrichtenüberblick vom 3. September 2026 die wichtigsten Themen des Tages zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Reaktionen Russlands auf deutsche Schuldzuweisungen nach dem Anschlag in Leipzig, die Schließung der Goethe-Institute in Russland sowie mehrere innenpolitische und wirtschaftliche Konflikte.
Der Kreml weist die Vorwürfe Deutschlands zurück und erhebt seinerseits Gegenvorwürfe. Zugleich sollen die Standorte des Goethe-Instituts in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk geschlossen werden. Das Institut war nach Angaben der SZ eine der letzten deutschen Organisationen, die noch in Russland tätig waren. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisierte die russische Reaktion als erneute Täter-Opfer-Umkehr.
In München ermittelt das Bayerische Landeskriminalamt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Rüstungsunternehmen. Passanten alarmierten gegen Mitternacht die Polizei, nachdem im Stadtteil Berg am Laim mehrere Brandsätze aus einem Auto geworfen worden waren. In der Nähe befinden sich Standorte von Rohde & Schwarz und Helsing. Die Ermittler prüfen einen politischen Hintergrund.
Auch ein Streit zwischen dem früheren CDU-Fraktionschef Jens Spahn und dem Rapper Ski Aggu wird thematisiert. Der Musiker hatte in einem Live-Video behauptet, Spahn beim Drogenkonsum auf einer Party gesehen zu haben. Spahns Büro wies die Darstellung als frei erfunden zurück und kündigte eine Strafanzeige an.
Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich unterdessen mit dem Urheberrecht an Bilddatenbanken, die zum Training Künstlicher Intelligenz genutzt werden. Anlass ist die Klage eines Fotografen gegen eine Open-Source-Datenbank, in der eines seiner Fotos für Trainingszwecke verwendet wird.
Bei Volkswagen stehen weitere Sparmaßnahmen im Raum. Der Aufsichtsrat des Unternehmens kommt am Freitag in Wolfsburg zusammen. Nach Einschätzung der SZ könnte künftig noch weniger in Deutschland produziert werden. Neue Modelle könnten stattdessen in Polen oder Tschechien gefertigt werden. In Deutschland geht es demnach um Zehntausende Arbeitsplätze.
Weitere Themen des Nachrichtenüberblicks sind die Frage nach einer weiblicheren CDU, Proteste in Spanien gegen die Migrationspolitik der Regierung sowie die Verleihung des Deutschen Umweltpreises an die Anwältin Roda Verheyen.