Das Bundesgesundheitsministerium will die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Hebammen in Deutschland vereinheitlichen. Eine entsprechende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann soll im November in Kraft treten.
Nach einem Bericht des Magazins „Spiegel“ sind künftig bundesweit einheitliche Vorgaben für die Anerkennungsverfahren vorgesehen. Behörden sollen demnach auch Dokumente in englischer Sprache akzeptieren. Zudem sollen die Verfahren digital abgewickelt werden können.
Der Bundesrat soll sich am 16. Oktober mit der Verordnung befassen. Sie ergänzt ein bereits beschlossenes Gesetz.
Mit den geplanten Regelungen soll die Arbeitsaufnahme ausländischer Mediziner und Apotheker in Deutschland erleichtert werden. Das Vorhaben betrifft außerdem Zahnärzte und Hebammen.
Nach Angaben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung könnten in Deutschland bis zum Jahr 2040 etwa 50.000 Ärzte fehlen. Besonders ländliche Regionen seien demnach betroffen.