Microsoft schaltet die automatische Textvorhersage in Word und Outlook künftig standardmäßig ab. Die Änderung betrifft die Programme auf dem PC ebenso wie die Webversionen sowie die Apps für Android und iPhone.
Für Nutzer kann das bedeuten, dass die bisher eingeblendeten Wort- und Satzvorschläge nach einem Update zunächst nicht mehr erscheinen. Die Umstellung erfolgt schrittweise und wird je nach Gerät und Zeitpunkt der Aktualisierung möglicherweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten wirksam.
Die Textvorhersage sollte das Schreiben ursprünglich beschleunigen. Während der Eingabe zeigen Word und Outlook mögliche Fortsetzungen in hellgrauer Schrift an. Mit einem Druck auf die Tab-Taste können Nutzer einen Vorschlag übernehmen. Die Funktion verwendet KI-Modelle, die den Zusammenhang der Eingabe analysieren und passende Wörter vorhersagen.
Microsoft begründet die neue Standardeinstellung mit Rückmeldungen von Kunden. Viele Anwender hätten die Vorschläge als störend empfunden. Statt den Schreibfluss zu verbessern, hätten die Einblendungen demnach bei manchen Nutzern für Ablenkung gesorgt.
Mit der Abschaltung soll das Arbeiten in Word und Outlook ruhiger werden. Gleichzeitig erhalten Nutzer mehr Kontrolle darüber, welche Funktionen sie aktiv verwenden möchten.
Die Funktion verschwindet nicht komplett. Wer die Textvorhersage weiterhin nutzen möchte, kann sie selbst einschalten. Damit ändert Microsoft das bisherige Opt-out-Modell in ein Opt-in-Modell: Bislang war die Funktion zunächst aktiviert und musste bei Bedarf deaktiviert werden. Künftig müssen Anwender sie aktiv einschalten, um die Vorschläge zu erhalten.
Für die Webversionen von Word und Outlook hat die Verteilung der neuen Einstellung bereits begonnen. Bei den lokal installierten Programmen soll die Anpassung mit kommenden Updates erfolgen. Bis die automatische Textvorhersage auf allen Geräten standardmäßig deaktiviert ist, kann es daher noch etwas dauern.