Mehrere Menschen sollen sich laut Recherchen des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL deutsche Pässe erschlichen haben. Dafür hätten sie sich als Enkel oder Urenkel von während der NS-Zeit verfolgten Juden ausgegeben.
Bei den mutmaßlichen Betrügern soll es sich dem Bericht zufolge um Chinesen handeln. Durch die vorgetäuschte familiäre Verbindung zu jüdischen NS-Verfolgten konnten sie demnach die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten.
Die tatsächlichen Nachfahren der Verfolgten reagierten laut SPIEGEL empört auf den Vorgang. Der Bericht wirft zugleich die Frage auf, ob die zuständigen Behörden die Angaben der Antragsteller zu wenig geprüft haben.
Die Recherche wurde von Lukas Eberle, Christoph Giesen, Thore Schröder und Wolf Wiedmann-Schmidt verfasst und gehört zu DER SPIEGEL.