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September 3, 2026
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Ver.di erhöht Druck in Tarifrunde: Warnstreiks an norddeutschen Seehäfen

An mehreren norddeutschen Seehäfen sind erneut Warnstreiks geplant. Die Gewerkschaft Ver.di hat Beschäftigte in Hamburg, Niedersachsen und Bremen zu einem Arbeitskampf aufgerufen. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS).

Ver.di fordert für die Beschäftigten ein Lohnplus von 8,2 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Erhöhung soll mindestens 2,50 Euro pro Stunde betragen. Die Arbeitgeber haben zuletzt eine Entgeltsteigerung von 5,1 Prozent angeboten. Sie soll rückwirkend zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von 18 Monaten gelten. Zusätzlich ist eine Anhebung der Löhne um mindestens 1,20 Euro je Stunde vorgesehen.

In Hamburg sollen Beschäftigte aus mehr als einem Dutzend Betrieben insgesamt 48 Stunden die Arbeit niederlegen. Dazu gehören nach Angaben der Gewerkschaft unter anderem die HHLA-Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort. Auch Beschäftigte des Containerterminals Eurogate und der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft sind zum Warnstreik aufgerufen.

Für Freitag ist in Hamburg eine Demonstration geplant. Sie soll nach Gewerkschaftsangaben um 9 Uhr am Parkplatz des Containerterminals Burchardkai beginnen und durch den Hafen führen. Auch in Bremerhaven ist für Freitag eine Demonstration vorgesehen.

Gestreikt werden soll außerdem in Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven und Emden. Bereits am 18. August hatten Hafenarbeiter in Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bremen, Brake und Emden für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Damals wurde der Warenumschlag verlangsamt und teilweise vollständig gestoppt.

Das jüngste Angebot der Arbeitgeber wurde von den Beschäftigten nach Angaben von Ver.di mit großer Mehrheit abgelehnt. An einer einwöchigen Befragung beteiligten sich demnach mehr als 6000 Beschäftigte. Für die Gewerkschaft ist das Ergebnis nach der dritten Verhandlungsrunde ein klares Signal, dass das Angebot nicht ausreicht.

Bei den Verhandlungen spielen neben den Grundlöhnen auch die Zuschläge für Wochenend- und Nachtschichten eine wichtige Rolle. Mit diesen Zulagen können manche Hafenarbeiter bereits Gehälter von rund 100.000 Euro im Jahr erreichen.

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