Heute: September 8, 2026

Studie: Keto-Diät reduziert Leberfett stärker als Mittelmeer- und fettarme Kost

Eine aktuelle Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine strenge ketogene Ernährung Leberfett bei gleich starkem Gewichtsverlust stärker reduzieren kann als eine Mittelmeer-Diät oder eine sehr fettarme, überwiegend pflanzliche Ernährung. Untersucht wurden Menschen mit Adipositas, Fettleber und einer Vorstufe von Typ-2-Diabetes.

Für die Untersuchung wurden 55 Teilnehmer zufällig einer von drei Ernährungsformen zugeteilt. 42 Personen beendeten die Studie, jeweils 14 in jeder Gruppe. Alle Teilnehmer verloren im Durchschnitt etwa zehn Prozent ihres Körpergewichts. Dafür benötigten sie durchschnittlich rund fünf Monate.

Die deutlichsten Unterschiede zeigten sich beim Leberfett. In der Keto-Gruppe sank es um 67 Prozent. Bei den Teilnehmern mit Mittelmeer-Kost und bei der sehr fettarmen Ernährung ging das Leberfett jeweils um 45 Prozent zurück.

Auch die Insulinwirkung in der Leber verbesserte sich unter der ketogenen Ernährung stärker. Der Effekt war dort zwei- bis dreimal so groß wie bei den beiden anderen Ernährungsformen. In den Muskeln waren die Unterschiede dagegen gering: Bei allen drei Gruppen verbesserte sich die Insulinwirkung durch den Gewichtsverlust um etwa 50 Prozent.

Weitere Unterschiede gab es beim Blutzucker und bei den Insulinwerten. Der über den Tag gemessene Blutzucker sank mit Keto um 20 Prozent, mit Mittelmeer-Kost und der fettarmen Ernährung jeweils um 8 Prozent. Die Insulinwerte gingen in der Keto-Gruppe um 74 Prozent zurück. Bei der Mittelmeer-Diät waren es 44 Prozent, bei der sehr fettarmen Ernährung 27 Prozent.

Bei der Hälfte der Keto-Teilnehmer war die Vorstufe von Diabetes nach dem Abnehmen nicht mehr feststellbar. In der Gruppe mit Mittelmeer-Kost traf das auf 29 Prozent zu, bei der sehr fettarmen Ernährung auf 7 Prozent.

Beim LDL-Cholesterin und beim Blutdruck zeigte die Keto-Diät dagegen keinen Vorteil. Auch beim Apolipoprotein B und bei den über den Tag gemessenen Triglyceriden wurden keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Ernährungsformen festgestellt.

Die Aussagekraft der Untersuchung ist jedoch begrenzt. Mit 42 Personen, die die Studie abschlossen, war sie klein. Zudem war die ketogene Ernährung sehr streng: Bei einer täglichen Energiezufuhr von 2000 Kilokalorien waren nur 20 Gramm Kohlenhydrate vorgesehen. Ob eine weniger strenge Keto-Variante ähnliche Ergebnisse erzielen würde, bleibt offen.

Finanziert wurde die Studie von den US-amerikanischen National Institutes of Health und der Foundation for Barnes-Jewish Hospital. Studienleiter Samuel Klein gab finanzielle Verbindungen zu mehreren Pharmaunternehmen an.

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