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September 3, 2026
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WMO erwartet außergewöhnlich starken El Niño und neue Wetterextreme

Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einem außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignis in den kommenden Monaten. Bis zum Jahreswechsel müsse sich die Welt auf regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen einstellen. Die Temperaturen im tropischen Pazifik seien bereits ungewöhnlich hoch.

„Der El Niño nimmt vor unseren Augen Superausmaße an“, sagte Uno-Generalsekretär António Guterres. Die Welt befinde sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse. Die WMO selbst verwendet den von einigen Experten genutzten Begriff „Super-El-Niño“ allerdings nicht.

Für ihre Prognosen wertet die Organisation Berechnungen mehrerer Wetterdienste aus aller Welt aus. El Niño tritt nach Angaben der WMO natürlicherweise etwa alle zwei bis sieben Jahre auf. Das Wetterphänomen wird nicht durch den Klimawandel verursacht, kann dessen Folgen jedoch zusätzlich verschärfen.

Auslöser ist eine Erwärmung der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik. Dort lagen die Temperaturen laut WMO bereits 2,2 bis 2,6 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Unter der Meeresoberfläche war das Wasser im Juli und Anfang August teilweise sogar mehr als acht Grad wärmer.

Während eines El Niño kommen die normalerweise nach Westen gerichteten Passatwinde und die damit verbundene Verlagerung warmen Oberflächenwassers zum Erliegen. Dadurch verändern sich globale Wind- und Luftströmungen. In Australien, Indonesien und im südlichen Afrika treten dann häufig Trockenheit und Dürren auf. An der Westküste Südamerikas, in Ostafrika und im Süden der USA kann es dagegen vermehrt zu starken Regenfällen kommen. Europa ist laut den vorliegenden Angaben meist weniger betroffen.

Nach einem El-Niño-Jahr fällt die globale Durchschnittstemperatur häufig besonders hoch aus. Auf ein El-Niño-Ereignis folgte auch das Jahr 2024, das mit rund 1,6 Grad über dem Niveau vor der Industrialisierung bislang als wärmstes Jahr gilt.

Auch 2026 waren die bisherigen Monate mehrheitlich wärmer als üblich. Der Juli war in Westeuropa nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes Copernicus der zweitwärmste seit Beginn der Messungen. Die WMO sagt für September bis November über nahezu allen Landflächen der Erde Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt voraus. Höhere Oberflächentemperaturen im tropischen Atlantik könnten die regionalen Auswirkungen des El Niño zusätzlich verändern.

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