Der in Venezuela gestürzte Präsident Nicolás Maduro fordert, dass das in den USA gegen ihn laufende Strafverfahren wegen Drogenhandels eingestellt wird. Sein Anwalt Barry Pollack beruft sich dabei auf die Immunität von Staatsoberhäuptern und ausländischen Amtsträgern.
Maduro war nach Angaben des Nachrichtenüberblicks der Deutschen Welle am 3. Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas festgenommen worden. Seitdem befindet er sich in Haft. Rechtsexperten räumen dem Antrag nur geringe Erfolgschancen ein, weil die US-Regierung Maduro seit 2019 nicht mehr als legitimen Präsidenten anerkennt.
Über den Antrag soll am 17. November verhandelt werden. Sollte er scheitern, ist der Beginn des Prozesses für Juni 2027 vorgesehen.
Russland kündigt Schließung von Goethe-Instituten an
Russland will als Reaktion auf von Deutschland angekündigte Maßnahmen gegen russische Einrichtungen die Goethe-Institute im Land schließen. Außenminister Sergej Lawrow kündigte dies laut der Nachrichtenagentur Interfax an.
Die Bundesregierung hatte nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig unter anderem die Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des russischen Konsulats in Bonn angekündigt. Deutschland macht Moskau für den versuchten Angriff verantwortlich. Russland weist die Vorwürfe zurück und droht mit Gegenmaßnahmen.
Neben der Goethe-Hauptstelle in Moskau gibt es Einrichtungen in St. Petersburg und Nowosibirsk. Außerdem könnte das deutsche Generalkonsulat in St. Petersburg geschlossen werden.
Iran greift erneut US-Stützpunkte in Kuwait an
Kuwait ist erneut von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen betroffen gewesen. Nach Angaben des Militärs des mit den USA verbündeten Golfstaats wehrte die Luftabwehr am frühen Morgen mehrere Angriffe ab. Der iranische Staatsrundfunk erklärte, die Attacken hätten sich gegen amerikanische Militärstützpunkte in Kuwait gerichtet und seien eine Reaktion auf US-Angriffe im Iran.
Bereits in der Nacht zum Mittwoch waren Kuwait, Jordanien und Bahrain Ziel iranischer Vergeltungsschläge geworden. In allen drei Staaten befinden sich US-Stützpunkte. Laut dem „Wall Street Journal“ will US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Stationierung amerikanischer Truppen in der Region verlängern.
Toter und Verletzte nach Schüssen in der Schweiz
Die Schüsse nach einem Techno-Event im Schweizer Kanton Aargau sind von der Polizei als Amoklauf eingestuft worden. Ein 43-jähriger Schweizer soll auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins mehr als 40 Schüsse mit einem Sturmgewehr in eine Menschenmenge abgegeben haben. Eine 22-jährige Italienerin starb, sechs weitere Menschen wurden verletzt.
Der Verdächtige stellte sich in der Nacht zu Montag selbst und befindet sich in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte er allein. Ein Motiv ist bislang nicht bekannt. Erste Erkenntnisse deuten auf ein psychisches Leiden hin. Gegen den Mann wird unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung und Mordes ermittelt.
Zwei Tote bei Schussvorfall in Minneapolis
Bei einem Schussvorfall in einem Hochhaus in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota sind zwei Menschen getötet worden. Auch der mutmaßliche Täter kam ums Leben. Drei Polizisten wurden in ein Krankenhaus gebracht, zwei von ihnen mit Schussverletzungen.
Die Einsatzkräfte waren zunächst wegen einer angeschossenen Person alarmiert worden. Im Gebäude hörten sie weitere Schüsse und folgten diesen bis in das oberste Stockwerk. Dort stießen sie nach Polizeiangaben auf dichten Nebel. Wie der Verdächtige starb und welches Motiv hinter der Tat stehen könnte, ist noch unklar. Das FBI beteiligt sich an den Ermittlungen.
WMO warnt vor starkem El Niño
Die Weltwetterorganisation warnt wegen eines außergewöhnlich starken El Niño in den kommenden Monaten vor Überschwemmungen, Dürren und extremer Hitze. Bei dem natürlichen Klimaphänomen erwärmt sich das Oberflächenwasser im zentralen und östlichen tropischen Pazifik ungewöhnlich stark. Dadurch können sich Luftströmungen und Niederschlagsmuster in vielen Teilen der Welt verändern.
Nach Einschätzung der WMO wird der aktuelle El Niño mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Februar 2027 anhalten und gegen Jahresende seinen Höhepunkt erreichen. Welche Regionen besonders betroffen sein werden, lässt sich demnach noch nicht verlässlich vorhersagen.