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September 2, 2026
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Dänischer Geheimdienst warnt vor konkreten russischen Sabotagevorbereitungen

Der dänische Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET warnt vor konkreten Vorbereitungen für russische Sabotageaktionen in Dänemark. Besonders gefährdet seien Unternehmen der Verteidigungsindustrie, die mit der militärischen Unterstützung der Ukraine verbunden sind. Das berichtet die Zeitung „Berlingske“.

Nach Angaben von Emil Græsholm, dem Leiter der Spionageabwehr beim PET, bestehe das Ziel darin, Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu behindern. Zugleich solle die Bevölkerung verunsichert werden, damit die Unterstützung für die Ukraine und der Ausbau der eigenen Verteidigungsfähigkeit nachließen.

Der Nachrichtendienst geht nach dem Bericht ungewöhnlich deutlich an die Öffentlichkeit. Die Auswahl der möglichen Ziele und die bisherigen Vorbereitungen seien so konkret, dass die Bedrohung öffentlich benannt werden müsse, sagte Græsholm der Zeitung. Unternehmen aus der Rüstungsbranche wurden demnach aufgefordert, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken.

Als mögliches Vorgehen nannte der PET-Chef Brandstiftung. Die Bedrohung richte sich zwar insbesondere gegen ukrainische Rüstungshersteller in Dänemark. Zugleich beobachte der Nachrichtendienst ein allgemeines russisches Interesse an der dänischen Verteidigungsindustrie.

Russland versuche außerdem, gewöhnliche Bürger für seine Pläne anzuwerben. Nach Einschätzung des PET könnten Betroffene dabei teilweise nicht wissen, dass sie für Moskau tätig werden. Sie könnten beispielsweise gebeten werden, Fotos oder Videos von Unternehmen und Anlagen anzufertigen, die später für Sabotagevorhaben verwendet werden könnten.

Græsholm rief die Bevölkerung deshalb zu besonderer Vorsicht auf, wenn sie mit entsprechenden Anfragen konfrontiert werde. Der PET rechne damit, dass die Bedrohung sowohl an Umfang als auch an Komplexität zunehmen werde.

Auch in Deutschland wird laut dem Bericht vor Anwerbeversuchen gewarnt. Nach einem Cyberangriff auf Berliner Behörden soll der Senat seine Beschäftigten darauf hingewiesen haben, dass die Täter auch direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen könnten.

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