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September 2, 2026
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Drohne am Flughafen Leipzig/Halle: Russland bestellt deutschen Diplomaten ein

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat das russische Außenministerium den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Moskau einbestellt. Russland protestiere damit gegen die Sanktionen Deutschlands sowie gegen Äußerungen der deutschen Führung, teilte das Ministerium mit.

Die russische Regierung hatte zuvor Gegensanktionen angekündigt. Als mögliche Maßnahmen gelten die Schließung des Goethe-Instituts und des deutschen Generalkonsulats in St. Petersburg. Bereits in der Vergangenheit hatten Russland und Deutschland im Zusammenhang mit Sanktionen gegenseitig Konsulate geschlossen.

Russland weist zurück, für die Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich zu sein. Die Bundesregierung hatte Russland am Vortag offiziell die Verantwortung für den Vorfall zugeschrieben. In diesem Zusammenhang soll unter anderem das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden. Unterstützung für das deutsche Vorgehen kam nach den vorliegenden Angaben von der Europäischen Union und der NATO.

Auch auf europäischer Ebene löste der Vorfall weitere diplomatische Reaktionen aus. Die EU-Außenbeauftragte Kallas bezeichnete den versuchten Sprengstoffanschlag mit Drohnen als staatlich unterstützten Terrorakt. Der Vorfall weise alle Merkmale eines solchen Terrorismus auf, sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister in Irland.

Die Europäische Union erwarte von Russland eine Erklärung zu den Vorwürfen. Als Konsequenz wurde der russische EU-Gesandte in Brüssel einbestellt. Zudem bestellte das französische Außenministerium einen Vertreter der russischen Botschaft in Paris ein. Frankreichs Außenminister Barrot sprach sich für weitere Sanktionen gegen Russland aus.

NATO-Generalsekretär Rutte erklärte, Russland agiere zunehmend rücksichtslos. Bundesaußenminister Wadephul sagte, Moskau müsse erkennen, dass sein Versuch gescheitert sei, Ansprüche mit hybriden Mitteln durchzusetzen.

Die Meldung wurde am 2. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.

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