Nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August haben Ermittler des Bundeskriminalamtes offenbar zwei mutmaßliche Tatbeteiligte identifiziert. Das berichten NDR, WDR und die „Süddeutsche Zeitung“.
Bei den Verdächtigen soll es sich demnach um einen in Russland geborenen Mann mit lettischem Pass sowie um einen Mann aus Belarus mit russischem Pass handeln. Einer der beiden soll Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben.
Die Bundesregierung hatte Russland am Vortag offiziell für den Angriff verantwortlich gemacht. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem das russische Konsulat in Bonn geschlossen. Moskau weist eine Verantwortung für die Attacke zurück.
Nach Angaben aus dem Bericht wurde der Geschäftsträger der Deutschen Botschaft inzwischen in das russische Außenministerium einbestellt. Die russische Seite bezeichnete das Vorgehen Deutschlands als antirussische Handlung.
Unterdessen bot der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland Unterstützung bei der Aufklärung des Anschlagsversuchs an. Die Ukraine sei bereit, ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen einzubringen, sagte Selenskyj nach einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz.
Merz versicherte Selenskyj demnach zugleich, dass die Ukraine mit einer Fortsetzung der deutschen zivilen und militärischen Unterstützung im Verteidigungskrieg gegen Russland rechnen könne.
Die Meldung wurde am 2. September 2026 im Programm Deutschlandfunk verbreitet.