Heute: September 8, 2026

US-Flugzeugträger erreicht Thailand: Tausende Soldaten machen in Pattaya Landgang

Nach mehr als 250 Tagen auf See ist der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ im thailändischen Hafen Laem Chabang eingelaufen. Rund 5000 Seeleute und Marinesoldaten sollen während des Aufenthalts erstmals seit Monaten wieder festen Boden betreten. Viele von ihnen werden in Pattaya erwartet.

Der Flugzeugträger war ursprünglich Ende 2025 zu einem regulären Einsatz im Pazifik aufgebrochen. Nach der Eskalation des Iran-Konflikts wurde das atomgetriebene Schiff jedoch in den Nahen Osten verlegt. Dadurch verlängerte sich die Mission deutlich über die ursprüngliche Planung hinaus.

Die lange Einsatzdauer hatte in den USA für Aufmerksamkeit gesorgt. Berichte nannten unter anderem erhebliche psychische Belastungen, Engpässe bei der Versorgung, defekte Toiletten und mutmaßliche Suizidversuche an Bord. Die US Navy räumte schwierige Bedingungen ein, erklärte zugleich aber, die Besatzung sei ausreichend unterstützt worden.

Pattaya bereitet sich unterdessen auf den Besuch der Soldaten vor. Die Stadt ist für ihr Nachtleben bekannt und gilt seit Jahrzehnten als Symbol für den Sextourismus in Südostasien. Hotels, Restaurants, Bars, Taxiunternehmen und weitere Betriebe der Tourismusbranche rechnen mit zusätzlichen Gästen.

Bürgermeister Poramet Ngampichet erwartet Ausgaben zwischen 1000 und 3000 Baht pro Soldat. Falls alle Besatzungsmitglieder an Land gehen dürfen, könnten nach seinen Schätzungen insgesamt fünf bis 15 Millionen Baht in Pattaya ausgegeben werden. Das entspricht laut dem Bericht bis zu rund 388.000 Euro.

Besonders die Betriebe in der Walking Street hoffen auf steigende Umsätze. Die Tourismusbranche leidet derzeit unter einer schwächeren Nachfrage. Betreiber von Bars, Clubs und Restaurants setzen deshalb auf den Aufenthalt der US-Soldaten. Nach Angaben örtlicher Behörden sollen die Seeleute mehrere Tage in der Region bleiben, bevor die „USS Abraham Lincoln“ ihre Rückreise in Richtung USA fortsetzt. Insgesamt soll der Flugzeugträger fünf Tage vor der thailändischen Küste bleiben.

Stadtverwaltung und Polizei planen wegen des erwarteten Andrangs zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Die Soldaten sollen in kleineren Gruppen an Land gehen. Außerdem sind eine verstärkte Polizeipräsenz, eine zusätzliche Verkehrslenkung und Kontrollen an wichtigen Zufahrtsstraßen vorgesehen. Die Ausgehviertel und Touristenzonen sollen besonders intensiv überwacht werden.

Bestimmte Freizeitaktivitäten wurden den US-Soldaten laut örtlichen Vertretern untersagt. Dazu gehören der Konsum von Cannabis sowie riskante Wassersportangebote. Cannabis ist in Thailand nur noch für medizinische Zwecke und mit ärztlicher Verschreibung erlaubt.

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