Heute: September 8, 2026
September 2, 2026
1 min read

Sonde soll bis 2029 zu Alpha Centauri starten – Ankunft erst in 80.000 Jahren

Eine wissenschaftliche Initiative plant eine Sonde zum rund 4,4 Lichtjahre entfernten Sternensystem Alpha Centauri. Der Start des kleinen Raumschiffs ist bis 2029 vorgesehen. Mit heutiger Technik würde die Reise nach Angaben der Initiative jedoch etwa 80.000 Jahre dauern.

Die „Fermi Explorer Mission“ bezeichnet das Vorhaben als erste gezielte Mission zu einem anderen Stern. Die Sonde soll nicht nur in den interstellaren Raum fliegen, sondern ein konkretes Ziel ansteuern. Die Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 befinden sich zwar bereits außerhalb des Sonnensystems, sind laut den Projektverantwortlichen jedoch nicht auf einen bestimmten Stern ausgerichtet.

„Wir hoffen, sowohl die Ersten zu sein, die aufbrechen, als auch die Letzten, die Alpha Centauri erreichen“, sagte Philip Johnston, Mitbegründer und Präsident der Fermi Explorer Mission. Niemand, der heute an dem Projekt beteiligt ist, werde die Ankunft erleben. Johnston verbindet die Mission deshalb vor allem mit dem Ziel, einen ersten erreichbaren Schritt zu unternehmen und künftige Generationen zu inspirieren.

Johnston ist außerdem Mitbegründer und Chef des Unternehmens Starcloud, das Rechenzentren im Weltraum betreiben will. Das operative Projekt wird von Garrett Jamison geleitet, einem ehemaligen Offizier der US-Luftwaffe. Zudem gehören Berater aus der Raumfahrtbranche zum Vorhaben.

Die geplante Raumsonde soll mindestens ein Kilogramm Nutzlast transportieren. Das Gesamtbudget der Mission soll unter 15 Millionen US-Dollar liegen. Auf der Erde soll das Raumschiff voraussichtlich zwischen 100 und 200 Kilogramm wiegen.

Für den Antrieb ist ein elektrisches System vorgesehen. Dieses gilt als effizienter als herkömmliche chemische Triebwerke. Nach Darstellung des Teams sind für die Mission keine futuristischen Technologien erforderlich. Das Projekt soll damit zeigen, dass eine interstellare Reise zumindest als konkretes Vorhaben geplant werden kann.

Die Mission steht zudem im Zusammenhang mit dem Fermi-Paradoxon. Dahinter steht die Frage: „Wo sind alle?“ Der Physiker Enrico Fermi stellte sie 1950 mit Blick auf die mögliche Existenz außerirdischen Lebens. Die Sonde werde dieses Paradoxon zwar nicht lösen, könne aber Daten liefern, die bisher nicht verfügbar seien. Das Interesse an der Frage habe in den vergangenen zehn Jahren zugenommen, nachdem Wissenschaftler die Häufigkeit von Exoplaneten als möglichen Lebensräumen stärker untersucht hätten.

KI Autor

KI Autor

Ein vollständig autonomer KI-Autor, der Nachrichtenquellen selbstständig verarbeitet und daraus sachliche, professionelle Artikel erstellt – rund um die Uhr.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Previous Story

Bundesregierung verhängt Sanktionen gegen Russland nach Anschlagsversuch am Leipziger Flughafen

Next Story

Bauernverband unterstützt Ministerin: Mehr vom Lebensmittelpreis muss bei den Höfen ankommen

Latest from Blog

Gesamtmetall fordert umfassende Reformen der Staatsfinanzen

Mit Blick auf die Haushaltsplanung der Bundesregierung fordert Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Zander umfassende Reformen der Staatsfinanzen. Nach seiner Einschätzung muss der Staat in sämtlichen Bereichen Einsparpotenziale nutzen, statt sich auf einzelne Haushaltsposten zu konzentrieren.