Die Bundesregierung macht Russland für den misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Innenminister Dobrindt erklärte, der Angriff sei im Auftrag Moskaus verübt worden. Die Drohne war am 4. August im Sicherheitsbereich zwischen ukrainischen Frachtmaschinen gefunden worden.
Außenminister Wadephul kündigte als Reaktion auf den Vorfall Gegenmaßnahmen an. Der russische Botschafter soll einbestellt werden. Außerdem soll der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gekündigt werden. In einem weiteren Beitrag geht es um die mögliche Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn.
An einem Stromkraftwerk nahe der polnischen Grenze entdeckte die Polizei am Morgen selbstgebaute Sprengvorrichtungen. Die Netzbetreiberin Leag sprach von einem versuchten Anschlag. Nach Angaben des Unternehmens war die Stromversorgung jedoch nicht gefährdet.
Beim TSV 1860 München ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Der Gläubigerausschuss nahm ein Angebot der Spielbetriebs-GmbH an. Damit kann der Fußballbetrieb fortgesetzt werden. Auch das bekannte Vereinslogo darf weiter genutzt werden, obwohl die Rechte daran weiterhin beim Gesellschafter Hakan Ismaik liegen. Der alte TSV 1860 München wird abgewickelt.
Die CDU hält an ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der AfD fest. Mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt am kommenden Sonntag bleibt die Union damit bei ihrer Abgrenzung. Zugleich beschäftigt die Partei die Frage, wie sie mit der Linken umgehen soll. Ministerpräsident Schulze von der CDU könnte dem Überblick zufolge langfristig auf eine Zusammenarbeit mit der Linken angewiesen sein, um weiterregieren zu können.
Nepal will nach einer schweren Sturzflut Entschädigung verlangen. Das Land betrachtet die Flut als direkte Folge des Klimawandels und könnte deshalb vor dem Internationalen Gerichtshof auf Schadenersatz klagen. In Nepal und China drohen nach der Katastrophe Versorgungsengpässe. Im Zusammenhang mit der Katastrophe im Himalaja wird von mehr als 1000 Toten berichtet.
Weitere Themen des Abendüberblicks sind Mette-Marit von Norwegen, das 20-jährige Verfahren im Mordfall Tupac Shakur, ein Bürgermeister aus Albstadt, der zweimal in eine eigene Radarfalle gerast sein soll, sowie eine Anzeige des Zentralrats der Sinti und Roma gegen AfD-Chef Tino Chrupalla wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung.
Der Überblick gehört zur Ausgabe „SZ am Abend“ vom 1. September 2026.