Die Bundesregierung macht Russland für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Dort war am 4. August eine Sprengstoff-Drohne zwischen ukrainischen Frachtmaschinen gefunden worden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) warfen Russland am Dienstagabend in Berlin massive hybride Angriffe gegen Deutschland vor. Nach Darstellung der Bundesregierung soll auch der Vorfall am Leipziger Flughafen auf das Konto Moskaus gehen.
Die Entscheidung ist das Ergebnis der sogenannten „Operation Antwort“, an der die Bundesregierung nach Angaben des Berichts wochenlang gearbeitet hatte. Mit dem Vorwurf richtet Berlin eine deutliche Botschaft an die russische Regierung.
Dobrindt und Wadephul traten gemeinsam vor laufenden Kameras auf. Dabei machten sie deutlich, dass die Bundesregierung die Vorgänge aufmerksam beobachtet. „Wir sehen, was ihr tut!“, lautete die Botschaft an Moskau.
Der Fall verschärft damit den Konfrontationskurs der Bundesregierung gegenüber dem Kreml. Zugleich stellt sich die Frage, wie Russland auf die Vorwürfe aus Berlin reagieren wird. Welche konkrete Antwort aus Moskau zu erwarten ist, bleibt nach den vorliegenden Informationen offen.
Der Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle steht damit im Mittelpunkt der Debatte über die wachsende Grauzone zwischen Krieg und Frieden. Weitere Einzelheiten zu den mutmaßlichen Angriffen oder zu möglichen Konsequenzen für die Bundesregierung werden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.