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September 1, 2026
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Merz schließt Koalitionen mit AfD und Linkspartei in Sachsen-Anhalt aus

CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine gemeinsame Regierungsbildung mit der AfD oder der Linkspartei nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ausgeschlossen. Zwischen den Parteien und der Union gebe es „fundamentale Unterschiede“, sagte Merz der „Mitteldeutschen Zeitung“ und der „Magdeburger Volksstimme“.

Merz kritisierte zugleich den Wahlkampf des AfD-Spitzenkandidaten Siegmund. Dieser mache den Menschen etwas vor und verkläre eine Vergangenheit, die er selbst nicht erlebt habe. Siegmund wies die Warnungen des Kanzlers vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD-Regierungsbeteiligung zurück. Unter Führung seiner Partei werde es vielmehr eine wirtschaftspolitische Blütezeit geben.

Merz war zuvor offiziell in den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt eingestiegen. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem CDU-Ministerpräsidenten Schulze in Quedlinburg warnte er erneut vor einer möglichen Regierung unter Beteiligung der AfD. Sachsen-Anhalt dürfe kein „Experimentierfeld für Wutbürger“ werden, sagte der CDU-Vorsitzende.

Der Bundeskanzler wiederholte außerdem seine Warnung vor möglichen wirtschaftlichen Folgen, falls das Bundesland nach der Wahl nicht mehr regierbar sein sollte oder die AfD die absolute Mehrheit erreichen würde. Investoren würden es sich dann „dreimal überlegen, ob sie noch in Sachsen-Anhalt investieren“, sagte Merz.

Zuvor hatte der Kanzler das Ostseebad Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Bei einem Spaziergang auf der Strandpromenade mit dem CDU-Spitzenkandidaten Peters wurde Merz von einigen Passanten ausgepfiffen. Einzelne Menschen beschimpften ihn als „Kriegstreiber“ und „Pinocchio“. Andere Personen aus dem Publikum forderten die lautstarken Merz-Gegner zum Anstand auf.

Ein anschließend geplantes Pressestatement des Bundeskanzlers in Kühlungsborn wurde ohne Begründung abgesagt. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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