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Utting sucht neue Leitung für den Kunsthandwerkermarkt „Summermarkt“

Der bisherige Veranstalter Martin Gruber gibt das Marktrecht für den Uttinger „Summermarkt“ ab. Der Gemeinderat hat seinem Antrag auf eine vorzeitige Aufhebung zugestimmt. Nun soll die Vergabe des traditionellen Kunsthandwerkermarktes neu ausgeschrieben werden.

Gruber, der das Strandbad in Utting gepachtet hat, begründet seinen Schritt mit der hohen Arbeitsbelastung für ihn und sein Team. Neben dem Badebetrieb und dem Kiosk sei es nicht mehr möglich, zusätzlich einen dreitägigen Markt am Wochenende zu organisieren. Der „Summermarkt“ findet üblicherweise Ende Juni statt – zu Beginn der Hauptsaison im Strandbad.

Nach eigenen Angaben arbeitet Gruber im Durchschnitt rund hundert Stunden pro Woche, teilweise auch mehr. Das Arbeitspensum sei für ihn und sein etwa 30-köpfiges Team zu hoch geworden. Zum Schutz seiner Gesundheit und der seiner Mitarbeiter habe er deshalb die Aufhebung des Marktrechts beantragt.

Der Kunsthandwerkermarkt findet seit 1995 jährlich im Summerpark statt. Gruber hatte die Veranstaltung seit 2022 unter dem Namen „Summermarkt“ organisiert. Zuvor lag das Marktrecht bei der Textilkünstlerin und Veranstalterin Christiane Graf, die den Markt über zwei Jahrzehnte prägte.

In den vergangenen Jahren war die Veranstaltung mehrfach mit Herausforderungen verbunden. Ein Rechtsstreit um den Markt endete im April 2025 mit der Abweisung einer Klage durch das Verwaltungsgericht München. Zudem musste Gruber den Markt im Vorjahr während einer krankheitsbedingten achtwöchigen Ruhepause aus dem Krankenbett verfolgen.

Gruber wünscht sich, dass der „Summermarkt“ fortgesetzt wird. Einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger wolle er sein Wissen weitergeben. Zu den prägenden Elementen der Veranstaltung zählt neben dem Kunsthandwerk ein kostenfreies Kulturprogramm. Nach Angaben Grubers sind etwa zwei Drittel der Standbetreiber Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker, ein Drittel Händler.

Auch das Wetter kann den Freiluftmarkt beeinflussen. Beim diesjährigen Markt wurden am Samstag 37,5 Grad erreicht. Einige ältere Besucher blieben deshalb aus, während manche Standbetreiber später öffneten oder gar nicht anreisten.

Der Gemeinderat zeigte Verständnis für Grubers Gesuch. Die Verwaltung soll bis zur nächsten Sitzung einen Vorschlag für die Ausschreibung der Marktrechte vorbereiten. Dabei soll auch über die Dauer, den Zeitpunkt und das Konzept des künftigen Kunsthandwerkermarktes beraten werden.

Der Beitrag basiert auf einem Bericht der Süddeutschen Zeitung.

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