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September 1, 2026
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G20-Finanztreffen in Asheville: Russischer Minister sorgt für Streit

Am G20-Treffen der Finanzminister in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina nimmt auch der russische Finanzminister Siluanow persönlich teil. Die Anwesenheit sorgt für deutliche Kritik des deutschen Finanzministers Lars Klingbeil. Die europäischen G20-Staaten verweigerten zudem ein gemeinsames Gruppenfoto mit dem russischen Vertreter.

Bei dem zweitägigen Treffen beraten die Finanzminister der größten Industrie- und Schwellenländer über die Lage der Weltwirtschaft und Maßnahmen zu ihrer Belebung. Außerdem soll der Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorbereitet werden, der im Dezember in Miami stattfinden soll.

Klingbeil erklärte, für die Einladung Siluanows gebe es angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine keinen Grund. Der SPD-Politiker warf dem Gastgeber USA den Versuch vor, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren. Von einer normalen Situation könne derzeit keine Rede sein. Nach eigenen Angaben sprach Klingbeil Siluanow direkt an und forderte ihn auf, den Krieg zu beenden.

Die Teilnahme des russischen Finanzministers unterscheidet sich von früheren G20-Treffen. Im April 2022 hatte sich Siluanow per Video zugeschaltet. Mehrere westliche Minister verließen damals aus Protest den Raum.

Das Weiße Haus verteidigte die Einladung. Sprecher Kush Desai erklärte, die US-Regierung arbeite mit Moskau an einer Vereinbarung, die in der Ukraine das „endlose Blutvergießen beendet“. Der Präsident und die Regierung würden sich nicht scheuen, mit denjenigen zu sprechen, mit denen Gespräche für dieses Ziel notwendig seien.

Jörg Münchenberg, der das Treffen für den Deutschlandfunk begleitet, bezeichnete die Anwesenheit des russischen Ministers mit Blick auf den geplanten G20-Gipfel im Dezember als „Eklat“. Der Vorgang könnte demnach ein Vorgeschmack auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs sein. Es sei möglich, dass dann der russische Präsident Putin auf Einladung des US-Präsidenten Trump zu Gast sein werde.

Klingbeil kritisierte außerdem den Ausschluss mehrerer Journalisten vom G20-Treffen. Er nannte den Vorgang „inakzeptabel“ und betonte, er setze sich für eine freie und unabhängige Presse ein. Reporter der „New York Times“, des „Wall Street Journal“ und von „Bloomberg News“ hatten keine Akkreditierung erhalten. Eine Begründung nannte die US-Regierung nicht.

Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.

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