Die US-Wettbewerbsbehörde verklagt gemeinsam mit 22 Bundesstaaten den Online-Händler Amazon. Der Vorwurf lautet, der Konzern habe die Preise für Werbeanzeigen auf seiner Plattform manipuliert.
Nach Angaben aus den veröffentlichten Gerichtsunterlagen soll Amazon heimlich die Regeln des üblichen Auktionsverfahrens für Werbeplätze verändert haben. An diesem Verfahren müssen Unternehmen teilnehmen, die ihre Anzeigen auf Amazon platzieren wollen.
Außerdem soll der Konzern die Preise mithilfe fiktiver Auktionsteilnehmer selbst in die Höhe getrieben haben. Dadurch seien rund 1,2 Millionen Werbekunden insgesamt mehr als 20 Milliarden Dollar zu viel berechnet worden. Die Vorwürfe sind Gegenstand der Klage.
Bereits vor rund einem Jahr hatte sich Amazon in einem anderen Verfahren mit der US-Wettbewerbsbehörde auf einen Vergleich geeinigt. Dabei ging es um den Vorwurf, Kunden seien mit irreführenden Methoden zum Abschluss von Abonnements bewegt worden.
Im Rahmen dieses Vergleichs zahlte Amazon nach den vorliegenden Angaben 2,5 Milliarden Dollar für Strafen und Rückerstattungen.
Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks veröffentlicht.