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September 1, 2026
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EU setzt Einfuhr von Fleisch und Tierprodukten aus Brasilien aus

Die Europäische Union setzt ab Donnerstag die Einfuhr bestimmter Fleisch- und anderer tierischer Produkte aus Brasilien aus. Betroffen sind nach Angaben der EU-Kommission Rindfleisch, Geflügel, Eier und Honig.

Als Grund nannte die Kommission fehlende Garantien dafür, dass Brasilien die europäischen Vorgaben zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung einhält. Ein Sprecher erklärte, die Einfuhren könnten wieder aufgenommen werden, sobald die Einhaltung dieser Regeln nachweislich sichergestellt sei.

In der Europäischen Union ist es verboten, Antibiotika in der Vieh- und Geflügelzucht zur Wachstumsförderung oder zur reinen Ertragssteigerung einzusetzen. Außerdem dürfen Tiere nicht mit bestimmten Medikamenten behandelt werden, die für Menschen vorgesehen sind.

Die EU-Kommission bezeichnete Brasilien zugleich als wichtigen Partner der Europäischen Union. Das Land gehört zu den südamerikanischen Mercosur-Staaten, die einem Freihandelsabkommen mit der EU beigetreten sind.

Das Abkommen hatte unter anderem wegen der Fleischimporte in Frankreich Proteste bei Landwirten ausgelöst. Die nun angekündigte Aussetzung betrifft die im Zusammenhang mit den Antibiotika-Vorgaben genannten Einfuhren.

Die Nachricht wurde am 1. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.

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